Was ist Physiotherapie?

  

Was versteht man unter Physiotherapie?
Welche Methoden gibt es in der Physiotherapie?
Wann macht man Physiotherapie? 

 

Physiotherapie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung der Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers befasst. Sie wird von speziell ausgebildeten Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten durchgeführt und kann sowohl vorbeugend (präventiv) als auch therapeutisch oder rehabilitativ eingesetzt werden. 


Was versteht man unter Physiotherapie? 

 

Physiotherapie ist ein Teil der Gesundheitsversorgung und nutzt sowohl aktive als auch passive Maßnahmen zur Behandlung. Ziel ist es, die Beweglichkeit, Koordination, Kraft, Ausdauer und Schmerzfreiheit zu verbessern oder wiederherzustellen. Physiotherapie unterstützt die Selbstheilungskräfte des Körpers und soll Patienten helfen, wieder möglichst selbstständig zu leben. 


Welche Methoden gibt es in der Physiotherapie? 

 

Es gibt viele verschiedene Methoden, die je nach Erkrankung, Verletzung oder Ziel eingesetzt werden. Zu den häufigsten gehören: 

1. Manuelle Therapie

Spezielle Handgriffe zur Mobilisation von Gelenken und zur Lösung von Blockaden.  

2. Heilgymnastik (aktive Bewegungstherapie)
Gezielte Übungen zur Verbesserung von Beweglichkeit, Muskelkraft und Koordination.  

3. Massagetherapie
Durchblutungsförderung, Entspannung und Schmerzlinderung durch verschiedene Massagetechniken. 

4. Elektrotherapie
Anwendung elektrischer Ströme zur Schmerzlinderung und Muskelstimulation. 

5. Wärme- und Kältetherapie (Thermotherapie)
Einsatz von Wärme (z. B. Fangopackungen) oder Kälte (z. B. Eispackungen) zur Schmerz- und Entzündungsbehandlung. 

6. Ultraschalltherapie
Mechanische Vibrationen, die tief ins Gewebe wirken, zur Förderung der Heilung. 

7. Atemtherapie
Übungen zur Verbesserung der Lungenfunktion, häufig bei chronischen Lungenerkrankungen. 

8. Beckenbodentraining
Gezielte Übungen z. B. bei Inkontinenz oder nach Schwangerschaften. 

9. Wassertherapie (Hydrotherapie)
Bewegung im Wasser, das den Körper entlastet und die Beweglichkeit fördert. 

 

Wann macht man Physiotherapie? 

 

Physiotherapie wird bei einer Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen eingesetzt, z. B.: 

Orthopädische Erkrankungen
Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall, Skoliose, Arthrose, Haltungsschäden  

Unfallfolgen und nach Operationen  

Reha nach Knochenbrüchen, Gelenkersatz (z. B. Hüft- oder Knie-OP)  

Neurologische Erkrankungen  

Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose  

Atemwegserkrankungen  

COPD, Asthma, Mukoviszidose  

Kinder und Jugendliche  

Entwicklungsverzögerungen, Haltungsschäden, muskuläre Schwächen  

Sportverletzungen  

Zerrungen, Bänderrisse, Muskelaufbau nach Verletzungen  

Prävention 

Vorbeugung von Haltungsschäden oder muskulären Dysbalancen, z. B. bei sitzender Tätigkeit